Gut ein Jahr ist es her, da ich beschloss, bis auf weiteres kein Buchprojekt mehr anzugehen. Meine Bilanz ist: Die Entscheidung, mit dem Schreiben aufzuhören, war fast so gut wie die, mit dem Schreiben anzufangen. Ohne den Druck, besser und schneller zu sein, mehr Reichweite, tollere Lesungen und noch mehr Zuspruch zu bekommen, habe ich einen Blick gewonnen für das, was ich geschafft habe und was mir geschenkt wurde: viele großartige Erlebnisse und Bekanntschaften, eine Spezialisierung in meinem Job, wo ich nun junge, ambitionierte Menschen ein Stück auf ihrem Weg zur Selbstverwirklichung durch das Schreiben begleiten darf und nicht zuletzt meine neun Bücher plus zahlreiche Aufsätze und Anthologiebeiträge. In den sozialen Medien poste ich, was ich will und wann ich es will. Ich tue nichts mehr nur für den Content. Und obwohl einige unschöne Dinge dieses Jahr passiert sind, fühle ich mich nun besser, denn der Stolz auf das, was ich tue, ist zurückgekehrt. Meine Therapie hat mir dabei sehr geholfen. Zwar habe ich die ursprünglich gesteckten Ziele noch nicht in vollem Umfang erreicht, aber dem nicht so viel Bedeutung beizumessen, ist eine wichtige Lektion, die die Therapie bereithält. Ich freue mich sehr auf 2026, denn im kommenden Jahr muss nichts Tolles passieren, damit es toll wird. Ich darf einfach ganz viele tolle Dinge tun. Danke an alle Menschen, die mich in diesem Jahr begleitet haben, egal wie häufig und auf welche Art und Weise. Euch allen einen guten Rutsch!

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